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Wanderung – Berg - See – Hütte, durch die Wörschachklamm zum Spechtensee Sonntag, 14. Juni 2026

11 Wanderer machten sich auf den Weg, um herauszufinden, ob der Sinn des Lebens vielleicht irgendwo zwischen Wörschach, Schweinebraten und einem Regenschauer verborgen liegt.

 

Der Start erfolgte in Wörschach, zunächst hinauf zur Burgruine Wolkenstein. Dort oben thronen seit Jahrhunderten Mauern, die schon viele kommen und gehen sahen. Wahrscheinlich haben sie sich gedacht: „Schon wieder elf Menschen, die freiwillig bergauf gehen.“

 

Von der Geschichte ging es direkt in die wildromantische Wörschachklamm. Wasser begleitete uns auf Schritt und Tritt. Es rauschte neben uns, unter uns und zeitweise sogar über uns. Die Klamm schien die Philosophie zu vertreten, dass Trockenheit ohnehin überschätzt wird.

 

Anschließend führte der Weg zum Spechtensee. Trotz seines einladenden Namens und seines verlockenden Wassers blieb die gesamte Gruppe standhaft. Niemand ging baden. Ein bemerkenswerter Beweis dafür, dass Vernunft gelegentlich doch stärker sein kann als spontane Ideen.

 

Zur Mittagszeit erreichten wir die Spechtenseehütte. Dort warteten Schweinebraten und Spinatknödel auf uns – zwei überzeugende Argumente dafür, warum Wandern erfunden wurde. Während wir genüsslich speisten, schickte uns der Himmel zwei bis drei Schauer vorbei. Das war äußerst aufmerksam, denn so konnten wir den Regen trocken von innen betrachten.

 

Gestärkt und zufrieden führte der Rückweg über die Sinirböden nach Stainach. Die Gespräche wurden ruhiger, die Schritte gleichmäßiger und die Gedanken philosophischer. Vielleicht liegt wahre Weisheit nicht in dicken Büchern, sondern in einer Wandergruppe, die gemeinsam einen Berg erklimmt, gut isst und sich vom Wetter nicht aus der Ruhe bringen lässt.

 

Über den Fürstensteig ging es schließlich zurück nach Wörschach. Elf Wanderer kamen zurück, etwas müder als am Morgen, aber um einige Eindrücke, viele Lacher und mindestens einen Schweinebraten reicher.

 

Und so endete ein Tag, der einmal mehr bewies: Der Weg ist das Ziel – außer zur Mittagszeit. Da ist die Hütte das Ziel.

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