In diesem Jahr starteten wir von der Kölnbreinsperre im wunderschönen Maltatal in Richtung Osnabrücker Hütte, die ursprünglich für zwei Nächte unser Quartier sein sollte, doch dazu später mehr.Nach etwa zwei Stunden Aufstieg erreichten wir bereits unser erstes Übernachtungsquartier. Nach einer kurzen Mittagspause beschlossen wir, noch in Richtung Brunnkarsee und Brunnkarkopf aufzusteigen.Aufgrund des sich verschlechternden Wetterberichts entschieden wir bereits am Abend, die Hochalmspitze schon am Montag in Angriff zu nehmen. Für diesen Tag waren 15 Stunden Sonnenschein angekündigt, während für Dienstag bereits ab Mittag Regen vorhergesagt war.Gesagt, getan am Montagmorgen brachen wir in Richtung Preimlscharte (2953 m) auf. Dort musste bereits das erste Gletscherfeld oder das, was davon noch übrig ist überquert werden. Anschließend ging es direkt in den Klettersteig, um die Scharte zu überwinden.Nach der Preimlscharte führte unser Weg entlang des Hochalmkees in Richtung Steinerne Mandln, wo uns der starke Gletscherrückgang ebenfalls beschäftigte. Zum Glück fanden wir schließlich doch noch einen Ausstieg vom Gletscher ins Felsgelände und konnten unseren Anstieg in Richtung Hochalmspitze (3360 m) fortsetzen.Nach einigen Stunden Gehzeit, abwechslungsreicher Blockgrat-Kletterei, Gletscherbegehung und Klettersteigpassagen erreichten wir schließlich alle überglücklich den Gipfel.Nach einer kurzen Gipfelrast ging es über den Detmolder Grat und die Winkelscharte weiter zur Gießener Hütte. Dort wurden wir nach einem langen und fordernden Tag herzlich empfangen und mit einem hervorragenden Essen belohnt.Am Dienstagvormittag ließen wir es auf der Hütte noch etwas gemütlich angehen, bevor wir zum Gößkarspeicher abstiegen. Von dort brachte uns das Hüttentaxi zurück zur Kölnbreinsperre.Alles in allem war es eine wunderschöne und zugleich fordernde Tour. Die Hochalmspitze, auch als „Tauernkönigin“ bekannt, macht ihrem Spitznamen wirklich alle Ehre.Text: Lorenz EdlingerFotos: Johann, Paul, Maria, Vera, Doris, Lorenz